Die Module sind auf dem Weg!

Wir sind einen großen Schritt weiter gekommen auf dem Weg zur Solaranlage in Lomé. Die 120 Solarmodule sind von fleißigen Helfern zusammen mit vielen anderen Gütern für togolesische Familien in einen Seecontainer verladen worden. Das Ganze war Tetris für Fortgeschrittene! Nun befinden sie sich auf dem Weg zum Seehafen und dann geht’s weiter nach Lomé.

 

Vorher habe ich einige ausgewählte Module noch einmal getestet, um sicherzustellen, dass sie keine unsichtbare Macken haben. Das dafür eingesetzte Verfahren heißt Elektrolumineszenz-Messung und funktioniert ein bisschen wie Röntgen: Das Prinzip des Solarmoduls wird umgekehrt, das heißt, es wird unter Strom gesetzt. Dadurch beginnt das Modul zu leuchten, wenn auch nicht im sichtbaren Bereich. Mit einer Spezialkamera wird ein Foto des Moduls gemacht, in dem schwächer arbeitende Solarzellen oder Mikrorisse in den Zellen als schwarze Flächen oder Linien zu erkennen sind. Doch die Module sind tipp-topp!

Wir wünschen ihnen eine gute Reise!

 

 

 

 

Die heiße Trainingsphase hat begonnen!

Nach vielen Wettkämpfen im April und Mai, darunter der Deutschen Meisterschaft im Marathon, hatte ich mir drei Wochen Wettkampfpause gegönnt. Seit dem 17. Juni läuft nun der Trainingsplan für die 350 Kilometer quer durch Schottland.

Doch wie trainiert man für so eine Distanz? Trainingspläne für Läufe jenseits von 100 Meilen gibt es nicht wirklich, ich arbeite mit einem Plan „180km unter 24h“, der ganz gut funktioniert.

Grundsätzlich sieht er so aus: zwischen Montag und Freitag absolviere ich 3 Läufe von 15-20 km in unterschiedlichen Intensitäten und Herzfrequenzbereichen (Tempo, intensiv, extensiv und ruhig). An den Wochenenden finden lange ruhige Läufe statt, zwischen 20 und 60km am Tag. Wichtige Einheiten sind Back-to-Back-Wochenenden, bei denen man die Ermüdung durch die langen Belastungen simuliert: nach einem Lauf über 50km am Samstag folgt ein Lauf über 60km am Sonntag. Diese Läufe mache ich gern im Gelände, denn das „Race across Scotland“ wartet mit knapp 11.000 Höhenmetern und teilweise sehr steilen und technischen sowie vielen feuchten Passagen auf. Und ich teste meine Ausrüstung, also Kleidung, Verpflegung, Stöcke…

Das Wochenpensum steigt mit der Zeit an, von 95km in der ersten Trainingswoche auf 200km in der sechsten Trainingswoche. Die vierte Woche ist eine Regenerationswoche mit „nur“ 80km.

Die beiden lauffreien Tage bedeuten nicht, dass ich trainingsfrei habe: Als Verletzungsprophylaxe und zur Stärkung der für einen guten Laufstil wichtigen Bauch-, Hüft- und Rückenmuskulatur gehe ich zum Krafttraining ins Fitnessstudio. Auch Yoga und Dehnübungen (lasse ich nach dem Lauf gern weg…) und Sauna zur Verbesserung der Regeneration stehen dann auf dem Programm. Als Alternativtraining bieten sich Radfahren oder Schwimmen an.

 

 

Eine typische Trainingswoche sieht also so aus:

  • Montag: ruhiges Alternativtraining/Krafttraining
  • Dienstag: 20km Tempodauerlauf
  • Mittwoch: 20 km extensiver Dauerlauf
  • Donnerstag: 20km intensiver Dauerlauf
  • Freitag Alternativtraining/Krafttraining
  • Samstag: 40 km ruhiger Dauerlauf
  • Sonntag: 50 km ruhiger Dauerlauf

Wochensumme: 150km

Solaranlage ist da

Gute Neuigkeiten:

in Sachen Photovoltaik-Anlage sind wir ein großes Stück vorangekommen: Eine Kirchgemeinde aus Weinheim im nördlichen Baden-Württemberg hat uns 120 gut erhaltene Solarmodule zur Verfügung gestellt. Für uns ist das eine riesengroße Hilfe, weil damit ein großer Teil der Projektkosten abgedeckt ist.Nach dem Abriss eines Gemeindehauses waren die Module obdachlos geworden. Sie stammen von namhaften deutscher Modulherstellen, sogar die Solarzellen darin sind aus Deutschland- heute eine Seltenheit! Die gesamte Anlage hat eine Leistung von 30 Kilowatt, also mehr als genug zur Versorgung der Schule. Zusätzlich zu den Solarmodulen haben wir die nötige Gestelltechnik und Dachhaken erhalten- da das Schuldach der Mon Devoir-Schule nach deutschen Standards gebaut wurde, passen diese sogar zur Dachkonstruktion. Das wird die Installation erleichtern und für einen sicheren Halt der Module sorgen.

 

Im nächsten Schritt fliegen unsere Vorstände Achim Stärk und Jörg Scharpff nach Lomé, um eine Installationsfirma zu suchen und alles für den Empfang der Solaranlage vorzubereiten.